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Damit Landlust und Weingenuss nicht zur Pein werden

Gerade wenn sich Petrus insbesondere an Wochenenden und Feiertagen von seiner sonnigen Seite zeigt schiebt sich eine Blechlawine Stoßstange an Stoßstange an den Rhein und hinein in den Rheingau. Strausswirtschaften und Gutsschänken haben dann Hochsaison und die vielen idyllischen Weinstände an der Wasserfront werden dem Ansturm der Riesling-Dürstenden kaum Herr.

Aber wen wundert das wirklich?! Vor den Toren der Rhein-Main-Metropole mit Frankfurt, Wiesbaden und Mainz liegen nun einmal malerische und authentisch gebliebene Weinanbaugebiete wie Rheingau, Nahe und Mittelrhein. Und nicht nur bei schönem Wetter suchen Weinfreunde und Freizeitoenologen aus aller Welt das individuelle Mobilität im Rheingau Freizeiterlebnis in diesen Regionen. Den Mythos und den Charme der dortigen Weinmacher zu erleben und zu erschmecken wird zur persönlichen Herausforderung. Nirgendwo sonst lassen sich Natur, Kultur und Individualität so elegant miteinander verbinden.

Aber die Sache hat einen Haken, zumindest für die Lenker der Ausflugskarossen! Für sie kann die Probierlust schnell zur Mobilitätslast werden. Mehr als ein Glas Wein verbietet sich für den Fahrer schon heute. Und angesichts der Unfallstatistik könnte bald sogar der gänzliche Verzicht auf Weingenuss auf dem Plan stehen, wenn sich entsprechende politische Kräfte in der Politik auf die Null-Promille-Grenze verständigen sollten. Dann müssen Weinverkoster die rote Polizeikelle und die heimischen Winzer heftige Umsatzeinbußen fürchten. Denn immerhin 90 Prozent der Käufer gelangen mit dem Pkw zum Weingut. Gut vier Weine im rechnerischen Durchschnitt und sogar 30 Probiergläschen in der Spitze lassen sich die Kunden nach einer Erhebung von Studenten der Geisenheimer Fachhochschule pro Besuch einschenken.

Wären also 0,0 Promille am Steuer verpflichtend, würden die selbstfahrenden Weinfreunde ihr Verhalten ändern oder auf Proben oder Besuche verzichten müssen. So darf man es durchaus als einen sinnvollen Schritt werten, wenn auch der öffentliche Nahverkehr an der Attraktivität seines Angebotes arbeitet und durch besser getaktete Verbindungen und vielseitigere Netzpläne den Umstieg von individuellen auf öffentlichen Verkehr erleichtert.

So haben beispielsweise der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main ihr Marketing um mobile Ortsdienste ergänzt. Per QR-Code oder sogenanntem kontaktlosen Datenaustausch können Fahrgäste per Smartphone direkt auf das Info-Portal gelangen. Dort finden sie die nächsten Haltestellen, den Anschlussverkehr, Sonderfahrpläne und Orte, an denen es mit der RMV-Kundenkarte aktuelle Schnäppchen gibt. Dass die Tickets dann auch gleich per Smartphone-Click bezahlt werden und als Online-Ticket angezeigt werden können, macht diesen Service nahezu perfekt.

Bliebe dann nur noch die logistische Frage, wie kommt der probierte und für Top empfundene Tropfen – am besten noch Kisten weise – nach Hause. Auch hier zeichnen sich bereits smarte Lösungen ab. Die Verantwortlichen dieses Magazins beispielsweise bieten heute schon in Zusammenarbeit mit einigen Winzern einen 24Stunden-Online- Bestellservice per Smartphone: Heute probiert, morgen geliefert. Unbeschwerte und Lasten freie Mobilität ist durchaus möglich! Auch im Rheingau! Heute schon!

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