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ERKRANKUNG DER NASENNEBENHÖHLEN

WORAUF ES BEI DER BEHANDLUNG ANKOMMT

Fast jeder Mensch hatte schon mal Probleme mit den Nasennebenhöhlen (NNH), entweder akut oder chronisch. Dabei sind die sogenannten Nebenhöhlen der Nase ursprünglich eine geniale Erfi ndung der Natur, um den ursprünglich massiven und dadurch schweren Schädel durch die Aushöhlung leichter zu machen, was letztendlich das Heben des Kopfes und den aufrechten Gang ermöglichte.

Die NNH bestehen aus Stirnhöhlen, Kieferhöhlen, Keilbeinhöhlen und vielen kleinen Siebbeinzellen, dem sog. Siebbein. Stirnhöhlen-Erkrankungen sind zwar im Volksmund häufi g erwähnt, tatsächlich aber sind diese Höhlen eher selten betroff en. Vielmehr handelt es sich bei einer Entzündung der Nebenhöhlen (Sinusitis) um Erkrankungen des Siebbeines und der Kieferhöhlen. Dies führt häufi g zu Druckgefühl über den Wangen und Kopfschmerzen, manchmal mit eitrigem Ausfl uß. Dauern diese Symptome mehr als drei Monate an, so spricht man von einer chronischen NNH-Entzündung.

Wie werden NNH – Erkrankungen behandelt? Bei einer akuten Sinusitis helfen oft konservative Maßnahmen wie Inhalationen, Rotlichtbehandlungen, Schleimhautpfl ege und abschwellende Nasensprays sowie schleimlösende Medikamente. Erst bei Fortdauer der Beschwerden sollten gezielt Antibiotika und auch Corticoide eingesetzt werden, damit eine chronische Entwicklung der Beschwerden vermieden wird. Bei einer nicht ausgeheilten Sinusitis kann es zu einer chronischen Entzündung und zur Polypenbildung mit gestörtem Abtransport des Schleims kommen. Als Therapie einer chronischen Sinusitis sollte daher rechtzeitig eine Operation mit feinen Instrumenten durch die Nase durchgeführt werden. Dabei werden die Nebenhöhlen eröff net, sodass der Schleim wieder abfl ießen kann und durch die wieder ungestört einströmende Luft eine Ausheilung der kranken Schleimhaut erfolgt.

Eine sorgfältig durchgeführte Operation ist aber nur der Anfang für eine erfolgreiche NNH-Therapie: Erst die konsequente Schleimhautpfl ege und Nachsorge, zum Teil mit Absaugungen von zähem Sekret, gewährleisten einen dauerhaften Erfolg einer Operation. Dabei wäre es optimal, wenn die Operation und die Nachsorge vom selben Arzt durchgeführt wird, weil dieser genau weiß, was während der Operation gemacht wurde. Eine chronische NNH-Entzündung muß wie alle chronischen Erkrankungen regelmäßig HNO-ärztlich nachuntersucht und bei Bedarf behandelt werden. Sind diese Voraussetzungen gegeben, sind chronische NNH-Erkrankungen sehr gut therapierbar.

Dr. Müller-Vogt

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