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Lizzie Hladik - Malerei | Skulptur | Unikate

Es ist gar nicht so leicht, zu erklären, für welche Kunstform Lizzie Hladik steht. Die Künstlerin ist nämlich äußerst vielseitig. Neben ihrer variantenreichen Malerei, die u. a. eine Eisentür des „Kultur im Oberbräu“ in Holzkirchen ziert, gestaltet sie kleine figürliche Arbeiten aus Tonerde-Schmelzzement und funktioniert alltägliche Gegenstände zu hübschen Deko- und Geschenkartikeln um. „Ich verändere immer gern“, erklärt sie ihre Motivation – und ihren unerschöpflichen Vorrat an Ideen.

Aus der einfachen Metalltüre am Vorplatz des „Kultur im Oberbräu“ wird durch eine gezielt abgestimmte Malerei ein „Spotlight“, das Artisten im Scheinwerferlicht in den Logofarben des Kulturzentrums zeigt. „Der Reiz an Auftragsmalerei ist die Umsetzung des Kundenwunsches und meiner eigenen Idee zu einem optimalen Ergebnis.“ Zum anderen wird aus einem ihrer alten Malerpinsel – viel zu schade zum Wegwerfen – kurzerhand die lustige Figur „Pinsihla“, mit einer Pinienschuppe als Gesicht und einem alten Mallappen als Körper. Der Drahtkleiderbügel aus der Reinigung bekommt ein zweites Leben als individuelles Dekoelement in Form von Engel und Stern. Aus jeweils nur einem Stück Draht entstehen kleine Figuren für Anlässe wie Geburt, Taufe, Hochzeit oder Weihnachten, die mit passenden handgemalten Karten kombiniert werden können – als originelles Geschenk oder Tischdekoration. Doch nicht nur Filigranes entsteht in ihrem „Atelier Lihla“ in Holzkirchen. Eindrucksvoll sind Hladiks mannshohe Gartenskulpturen aus Eisenblech. Mit ihren weichen Formen – oder besser: weiblichen Kurven – und der offenen Konstruktion mit nur wenigen Schweißpunkten wirken die Eisenfrauen trotz ihres starren Materials leicht und luftig. Zwei von ihnen verschönern das Areal um das Klostercafé in Weyarn. Dort bewegen sie sich flexibel im Wind und dürfen auch im Laufe der Zeit Rost ansetzen. Diesen Wandlungsprozess hat die Künstlerin mit ihrer Materialauswahl bewusst geplant: „Ich fand das Thema ‚Wandlung’ schon immer spannend“, sagt sie. „Ein Kunstwerk soll sich im Laufe der Zeit verändern dürfen, so dass eine neue Sichtweise entsteht.“ Im Fall der Eisenfrauen ist die Veränderung nicht zu deren Nachteil – die Patina steht ihnen nämlich gut ... Vonseiten der Kunden ist allerdings etwas Mut gefordert, sich darauf einzulassen, dass die Optik ihrer Skulptur nicht so bleiben wird wie beim Kauf.
Die Idee zu den großen Figuren hatte Lizzie Hladik nach einem Bilderzyklus. Sie wollte wieder figürlich arbeiten, aber mit anderen Materialien und in einer anderen Größenordnung als zuvor. „Ich habe die Ideen und möchte wissen, wie ich sie professionell umsetzen kann“, erklärt sie ihre Freude an der ständigen Weiterentwicklung ihres künstlerischen Ausdrucks. Denn für so ein neues Projekt muss sie die Technik von der Pike auf erlernen. Inspiration findet die Künstlerin auch als Mitarbeiterin in der Wiesseer Galerie „Kunst und mehr“, in der einige ihrer Arbeiten zu sehen sind. Am 03.11.2016 stellt sie gemeinsam mit ihren Bildhauer-Kollegen Tatjana Raum und Uli Winkler im Stieler-Haus an der Tegernseer Point aus. (mw)

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