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Niederrhein Destille

Im schönen Emmericher Ortsteil Dornick destilliert Familie de Schrevel im ehemaligen Dentallabor edle Brände aus hochwertigem, handverlesenem, regionalem Obst. „Zahntechniker ist ein richtig schöner Beruf, aber irgendwann sollte man auch noch mal was anderes machen.“ André de Schrevel, Besitzer der Destille war viele Jahre Zahntechnikermeister, mit eigenem Labor. Aber er hatte schon lange im Hinterkopf, dass er auch noch etwas ganz anderes machen wird. Und so ergab es sich im Jahr 2007, dass er sein Dentallabor – das sich übrigens in denselben Räumlichkeiten befand, wie heute seine Destille – nach 23 Jahren verkaufte und sich der Herstellung von edlen Schnäpsen widmete. Seine ersten Versuche in der Schnapsherstellung (in erlaubtem Rahmen!) machte André de Schrevel bereits im Alter von 16 Jahren, als er versuchte mit einer einfachen Glasdestille aus Wein Schnaps herzustellen. Und damit hatte er seine Leidenschaft entdeckt. 2004 stieß er durch Zufall auf das Buch „Schnapsbrennen als Hobby“, beschloss dieses Hobby weiter auszubauen und besorget sich weitere Literatur. Mit ‚learning by doing‘ ging es weiter voran. Es folgte ein Brennerei-Lehrgang an der Lehr- und Versuchsbrennerei der Universität Stuttgart-Hohenheim, wo die finale Erkenntnis „Das ist es!“ sich festsetzte. Aber der Start war gar nicht so einfach: Die Regularien und Richtlinien bei der Herstellung von Alkohol sind durch die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein sehr streng geregelt, sämtliche Voraussetzungen müssen penibel erfüllt sein. André de Schrevel war auf diesem Gebiet (bzw. zollmäßig) völlig unerfahren, wusste im Grunde gar nichts. Er musste lernen, dass man ein sogenanntes Brennrecht braucht, das jedoch nur weitervererbt werden kann – schlecht für Quereinsteiger. Da er also kein Brennrecht bekommen konnte, wurde die Niederrhein Destille zu einer Verschlussbrennerei. Das bedeutet, es gibt an de Schrevels Anlage viele Plomben und eine Messuhr, die den produzierten Alkohol registriert. Blieb noch zu überlegen, woraus der Schnaps gewonnen werden sollte. Da es am Niederrhein außer Ackerbau und Viehzucht auch in größerem Rahmen Obstanbau gibt, lag der Gedanke an eine Obstverarbeitung nah. Und so plante de Schrevel eine der kleinsten Obstverschlussbrennereien Deutschlands. Verarbeitet wird in der Niederrhein Destille nur Tafelobst, das lediglich manchmal nicht der Normgröße entspricht. Das sind Äpfel, Birnen, Quitten, Zwetschgen, Kirschen und Himbeeren, die größtenteils sortenrein eigenmaischt, sorgfältig verarbeitet und schonend destilliert werden. So entstehen köstliche Brände aus Elstar, Boskoop oder roter Sternrenette, Williams-Christ- oder Conference-Birne und ein sehr aromareicher Quittenbrand. Bereits in seinem ersten Jahr als Schnapsbrenner – in 2009 – holte er Gold: Sein Berater empfahl ihm, begeistert von seinem ersten „offiziellen“ Produkt, einem Quittenbrand, diesen beim internationalen Spirituosenwettbewerb einzureichen. Mit Erfolg. Seitdem konnte er in jedem Jahr punkten und Preise bei Spirituosen- Prämierungen für seine Produkte erzielen. Morgens um 10.30 Uhr sitzen wir bei de Schrevels in der Verkostungsstube, um uns für diesen Beitrag etwas erzählen zu lassen und probieren erst einmal eine „Deichfee“. 16 Kräuter, mazeriert in einem Obstbrand und zu einem 32 prozentigen Likör verfeinert, stecken darin, weshalb das Getränk unter „gesund“ laufe und durchaus auch schon vor 11 Uhr getrunken werden kann, sagt uns Ingeborg de Schrevel. Die war übrigens zunächst gar nicht angetan von der Idee ihres Mannes eine Schnapsbrennerei zu betreiben, ist der Sache aber inzwischen wohlgesonnen und mit eingespannt. Da die de Schrevels Produktionsstätte und Wohnbereich in einem Haus vereint haben, ist alles recht unkompliziert. Wenn z. B. Kunden außerhalb der Öffnungszeiten kommen oder gar eine Kleingruppe spontan vor der Türe steht, darf man gerne klingeln. „Wenn wir da sind und es passt, dann machen wir die Türe auch auf“, so André de Schrevel. Wem dieser Bericht Lust auf mehr gemacht hat, ist herzlich eingeladen, sich vor Ort einmal umzuschauen. In der kleinen, gemütlichen Verkostungsstube mit Blick auf das Brenngerät hat man Gelegenheit, die Kunst des Obstbrennens näher kennenzulernen – und kann Obstbrände, Liköre und Ansatzschnäpse genießen. Auf Wunsch können angemeldete Gruppen einem Vortrag von ca. 30 bis 45 Minuten über die Entstehung eines guten Destillates lauschen. Damit man beim Verkosten nicht nach der ersten Viertelstunde vom Stuhl fällt, gibt es auch neutrale Getränke wie Mineralwasser, Apfelschorle, oder sortenreinen Apfelsaft. Wer mag, kann sich auch auf ein frisches Pils vom Fass freuen. Bei schönem Wetter laden ein paar Tische vor dem Haus dazu ein, mit Blick auf den Deich und von Sonnenstrahlen erwärmt, den ein oder anderen edlen Brand oder Likör draußen zu verkosten. Erwerben kann man alle Produkte direkt vor Ort, aber auch online per E-Mailbestellung. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.niederrhein-destille.de ÖFFNUNGSZEITEN: Donnerstag und Freitag von 10.00 bis 13.30 und von 14.30 bis 18.30 Uhr Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung unter 02822-4627.

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