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TRADITION. KULTUR. GENUSS.

Das Warten hat ein Ende: Einer der schönsten Plätze am Tegernsee begrüßt nun endlich wieder seine Erholung und Kraft suchenden Gäste. Am 25. Juni 2015 eröffnete Wiesnwirt Michael Käfer auf Gut Kaltenbrunn den ersten Bauabschnitt – den Königsbau samt Wirtsstube, Wittelsbacher Stube und Festsaal, das neu erbaute Salettl und den an den Seeterrassen gelegenen Familienbiergarten mit Selbstbedienung. Gastgeber sind die beiden Geschäftsführer Gabriele Frei und Andreas Schinharl, der zugleich auch Küchendirektor ist.

Die Geschichte von Gut Kaltenbrunn am Nordufer des Tegernsees nimmt bereits im Jahr 15 v. Chr. ihren Anfang, als die Römer auf dem heutigen Burghügel einen Wachturm errichten. Um 750 lassen sich die Brüder Adalbert und Ottokar in einer kleinen Wehrburg, der Burg Ebertshausen, auf diesem Hügel nieder. Später gründen sie auf der Ostseite des Sees das Kloster Tegernsee. Dieses erwirbt 1217 die Burg. Ab 1411 bewirtschaftet eine Familie aus Kaltenpronn bei Schmerold über mehrere Generationen hinweg das in direkter Nachbarschaft zur Burg Ebertshausen gelegene Gut. Auf sie geht auch der bis heute gebräuchliche Name Kaltenbrunn zurück. Das Kloster Tegernsee kauft Gut Kaltenbrunn im Jahr 1711 zurück und betreibt eine Milchviehzucht. Im Zuge der Säkularisation wechselt Gut Kaltenbrunn 1803 erneut den Besitzer, als es an den Jägerbauern aus Warngau verkauft wird. 1821 wird König Max I. Joseph Schlossherr in Tegernsee und erwirbt vier Jahre später Kaltenbrunn.

Unter seiner Ägide entsteht eine große Meierei und erneut wird Viehzucht betrieben. Das Hauptgebäude entwickelt sich zu einem Ausflugsziel mit dem für diese Zeit typischen Hofgepränge. Unter Herzog Ludwig Wilhelm erlebt Kaltenbrunn ab 1909 noch einmal eine landwirtschaftliche Blütezeit. Das Gut mit seinen Almen ist nun im ganzen Oberland bekannt. 1960 wird die landwirtschaftliche Nutzung des Gutes endgültig aufgegeben, das Vieh verkauft. Die Tenne wird zur Reithalle ausgebaut und beherbergt einen Reitclub. Herzog Ludwig Wilhelm vererbt Kaltenbrunn 1968 an seinen Adoptivsohn Herzog Max, verbunden mit dem Wunsch, dass der Besitz in den Händen der Wittelsbacher bleiben möge. Nur sieben Jahre später erwirbt der Münchner Bauunternehmer Josef Schörghuber das Gut samt Umland, das bis heute im Besitz der Familie Schörghuber ist. 

Ab Juni 2015 übernimmt der Münchner Gastronom und Unternehmer Michael Käfer in mehreren Abschnitten den denkmalgeschützten Vierseithof mit einem umfangreichen Gastronomie-, Landwirtschafts-, Hofladen- und Veranstaltungsangebot neu. Seine große Vision sei es von Anfang an gewesen, eines der besten Wirtshäuser in Oberbayern zu entwickeln, sagt Käfer und fügt hinzu: „Am Anfang steht natürlich erst einmal immer eine Vision, aber wir werden in den nächsten Jahren versuchen, diese Vision Schritt für Schritt in die Realität umzusetzen. Die wunderbaren Räume und Gebäude sind einfach die perfekte Bühne, um Genuss und Lebensfreude zu zelebrieren. Es war außerdem schon immer gute Tradition am Tegernsee, dass der Herzog mit seinen Jägern im gleichen Lokal gesessen ist, und genau das will und werde ich mit Kaltenbrunn wieder erreichen – einen Ort zu schaffen, an dem alle Menschen als Gleiche unter Gleichen zusammenkommen, ungeachtet ihrer Herkunft oder Lebensumstände. Der Tegernsee hat nämlich keinen Dünkel, er ist aus Überzeugung schon immer demokratisch, und das gefällt mir – privat und als Unternehmer – ganz besonders.“ 

Traditionelle Metzgerkuchl, saisonale Gutsküche von einfach bis raffiniert und Angebote vom Grill bilden nun die Grundlage des Wirtshauses. Die wechselnden »Kaltenbrunn Menüs« zeigen die kreativen Höchstleistungen des Küchendirektors Andreas Schinharl und überraschen mit zeitgemäßen Interpretationen sowie Weiterentwicklungen klassischer Gerichte der Alpen- und Regionenküche. Grundsätzlich werden dabei für alle Speisen nur hochwertige, vornehmlich regionale und saisonale Produkte verwendet, die zu großen Teilen direkt von der „Erzeugergemeinschaft Käfer Gut Kaltenbrunn“ bezogen werden. 

Doch damit nicht genug: Der zweite Bauabschnitt, der im Frühsommer 2016 fertiggestellt wird, umfasst mehrere Veranstaltungsräume im Rinderstall und Heustadl, den Kaltenbrunner Hofladen sowie weitere Ladenflächen im Pferdestall. Zum gleichen Zeitpunkt steht dann auch der Innenhof von Gut Kaltenbrunn für Open Air-Veranstaltungen aller Art zur Verfügung. 

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