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ROSENHEIM, LEBENSFROH UND TROTZDEM GEMÜTLICH

Die stetig wachsende Stadt Rosenheim ist eine weißblaue Bilderbuchstadt mit pastelligen Fassaden, einem wundervollen Blick auf die Berge, den Hausberg Wendelstein, die Mangfall, den Inn und der Nähe zum Chiemsee. Überregional bekannt durch die „Rosenheim Cops“ sollte man die Stadt unbedingt für sich erobern!

Bei Studenten ist Rosenheim wegen des guten Hochschulangebotes, der vielen Freizeitmöglichkeiten und des derzeit noch bezahlbaren Wohnraumes sehr beliebt. Die Stadt zeichnet sich auch durch eine enorm verkehrsgünstige Lage inmitten des Dreiecks der Wirtschaftszentren München, Salzburg und Innsbruck aus und ist deshalb auch bei vielen Firmen sehr gefragt. Vielleicht ist das der Grund für die gelebte Vielfalt: Wer sich die Mühe macht hinzuschauen, findet eine ungewöhnliche Mischung aus alpenländischer Tradition, südländischer Lebensart und feiner Gestaltung.

Geschichte der Stadt
Die Geschichte Rosenheims beginnt schon in der Römerzeit mit der Errichtung der Militärstation und der Innbrücke »Pons Aeni«. Wo allerdings der Name der Stadt und auch das Wappen genau herkommen, ist nicht bekannt. Eine erste Siedlung könnte nach ihrem Gründer, einem Mann namens Roso, benannt worden sein. Es hält sich auch das Gerücht, dass Name und Wappen auf die weiße Rose im Wappen der Wasserburger Grafen zurückgeht, die eine Burg Rosenheim erbaut haben, die aber leider 1714 im spanischen Erbfolgekrieg zerstört und im 19. Jahrhundert ganz abgebrochen wurde. Ein erstes Aufblühen erfuhr Rosenheim durch den Salzhandel und die Innschiff fahrt und erhielt das Marktrecht dadurch bereits 1328. Um 1600 war Rosenheim einer der bedeutendsten Märkte Bayerns, doch im Zuge des Rückgangs der Innschiff fahrt und den Folgen des Dreißigjährigen Krieges, einer Pestepidemie (1634) und eines Marktbrandes (1641) kam der wirtschaftliche Niedergang. Im Jahr 1810 erhielt Rosenheim eine Saline, deren Sole aus Bad Reichenhall nach Rosenheim geleitet wurde. Die Eröff nung der Eisenbahnlinien München- Innsbruck und München-Salzburg (1857- 1860) brachte Rosenheim wieder nach vorne und schob die Entwicklung zur heutigen wirtschaftlichen und kulturellen Metropole Südostbayerns an. Erst 1864 bekam Rosenheim das Stadtrecht durch König Ludwig II.

Die wirtschaftliche Blüte des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts machte den Gründerzeit- und Jugendstil mit seiner regionalen Ausprägung zum wichtigsten Baustil. Wer mit off enen Augen durch die Stadt geht, kann die Geschichte ablesen. Nach dem Ersten Weltkrieg war Rosenheim eines der Zentren von Revolution und Räteherrschaft in Bayern.

In den Bombennächten 1942 bis 1944 wurde auch Rosenheim nicht verschont. Ziel der Zerstörung war vor allem der Bahnhof, die Gleisverbindungen nach Salzburg, Innsbruck und München als wichtige Wirtschaftsverbindung. Heute leben rund 62.000 Menschen in Rosenheim, einer Stadt, die ein wenig mondän, in jedem Fall charmant, voller Leben und doch gemütlich erscheint.

Hochschulstadt Rosenheim
Rosenheim ist seit 1971 Hochschulstadt. Die Fachhochschule bietet verschiedene Studiengänge in Wirtschaft, Technik, Gestaltung und Gesundheit. Fächer, bei denen es nahe liegt, auch interdisziplinär erfolgreich zu forschen und zu lernen. Wer sich für den Werkstoff Holz interessiert, ist in Rosenheim genau richtig. Es gibt ebenfalls die Fächer Innenarchitektur, Pflege, Physiotherapie und Management, allgemeine Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik. Echten studentischen Flair und gute Musik bietet die Asta-Kneipe, die seit 1975 zu einer Rosenheimer Institution geworden ist, da sie neben Speis und Trank auch immer ihren Teil zum Kulturprogramm beitrug und eine Bühne für Bands bot, die später auch zu den Großen gezählt wurden. Zu finden ist sie in der Hubertusstraße 1, etwas weiter westlich des Zentrums.

Max-Josefs-Platz
Zu den schönsten Plätzen Rosenheims zählt der Max-Josefs-Platz – früher der innere Markt und die Schranne. 1984 in eine Fußgängerzone umgewandelt bildet der historische Marktplatz noch heute das Zentrum der Stadt. Das tut auch den historischen Fassaden der prächtigen Bürgerhäuser im Inn-Salzach-Stil gut, die ihn umgeben. Das Café Wendl wird derzeit saniert.

Das Holztechnische Museum
Das kleine aber feine holztechnische Museum im historischen Ellmaierhaus bietet für Profis und Laien auf einer Ausstellungsfläche von 400 qm Interessantes und unbedingt Wissens wertes über den Werkstoff Holz, seine Geschichte, die Vielfalt der Bearbeitung und Verarbeitung und ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

Städtisches Museum
Das Mittertor im Nordosten des Max-Josefs-Platzes war vor dem Jahr 1350 das Osttor des Marktes und trennte ab dem 15. Jahrhundert den Inneren Markt vom Äußeren Markt. Damals diente es als Verwaltungsgebäude für die Marktschreiber und ist heute Sitz des städtischen Museums. Die Besucher erwartet in diesem - im Kern - ältesten Haus Rosenheims die Geschichte der Stadt von den Römern bis ins 20. Jahrhundert.

Lokschuppen
Ebenfalls zu empfehlen ist ein Besuch des Lokschuppens Rosenheim. Das heutige Ausstellungsund Veranstaltungszentrum ist 1988 durch den Umbau des Maschinenhauses der ersten Eisenbahn-Betriebswerkstätte in Rosenheim entstanden. Bis zum 04. Dezember 2016 ist im Lokschuppen eine spektakuläre Erlebnisausstellung über die Wikinger zu sehen. Filme, Spiele und Animationen bringen Licht in diese mythen- und sagenumwobene Epoche – in die faszinierende Welt der Wikinger und ein über 17 Meter langes Original-Kulissenschiff aus dem Film „Wickie auf großer Fahrt“ ist auf dem Lokschuppenvorplatz zu bestaunen.

Städtische Galerie
Direkt neben dem Lokschuppen befindet sich übrigens die städtische Galerie, die sich neben ihren Werkschauen zu bedeutenden Vertretern der Moderne ebenso Künstlern der Kunstregion um Rosenheim widmet. Bis 12. Juni 2016 ist noch die Ausstellung: „Andy Warhol – The original silkscreens“ zu sehen und wird von uns als angenehmer Ausflug in die Kunst des 20. Jahrhunderts empfohlen.

Rathaus
Das Rathaus Rosenheims hat eine bewegte Geschichte. Noch im Jahr 1858 war das Gebäude der erste Rosenheimer Bahnhof. Wer sich den Bau aus etwas Distanz betrachtet, kann den bahnhofstypischen Aufbau erkennen. Als man 1878 den Bahnhof verlegte, zog die Rosenheimer Stadtverwaltung ein. Seither ist hier das Rosenheimer Rathaus zu finden. Die meisten kennen es als Polizeistation für die ZDF Serie „Die Rosenheim-Cops“, die übrigens schon seit Januar 2002 ausgestrahlt wird. Von Juni bis September können Interessierte jeweils mittwochs und samstags an der besonderen Stadtführung „Auf den Spuren der Rosenheim-Cops“ teilnehmen.

Der Mangfallpark – Sommerfestival Rosenheim
Raus aus der Stadt – rein in die Natur: Wer ganz stadtnah Erholung oder aber auch einen Platz zum richtigen Austoben für Groß und Klein sucht, ist im Mangfallpark genau richtig. Entstanden ist dieses wundervolle Fleckchen im Zuge der Landesgartenschau, die Rosenheim 2010 ausrichtete. Der Mangfallpark ist Ausstellungsgelände und Freizeitpark zugleich. Die Mangfall wird als Fluss mit einbezogen und die Landschaftsarchitekten sorgten und sorgen mit kreativen Ideen für ein wechselndes Schauspiel in der Natur. Hier findet auch das Rosenheimer Sommerfestival statt, bei dem sich vom 14. bis 23. Juli der Mangfallpark Süd wieder in die größte Openair-Bühne der Stadt verwandelt. Auch im Sommer 2016 ist für jeden der richtige Sound dabei: Cro, Uriah Heep, Rea Garvey, Django 3000, dicht & ergreifend, Glasperlenspiel, Philipp Dittberner oder auch Schmidbauer & Kälberer.

Kunstmühle
Die Rosenheimer Kunstmühle ist ein stattlicher, ehemaliger Industriekomplex, dessen verschiedene Bauteile zwischen 1855 und 1916 errichtet wurden. In den 1990er Jahren wurde das Gebäude aufwendig saniert und beherbergt heute neben schönen Wohnungen und Büros auch die Kaffeerösterei Dinzler. Hier muss man gewesen sein und in gediegener Loftatmosphäre - oder in einer der gemütlichen Ecken - entspannt einen Genießerkaffee und einen hausgemachten Kuchen probieren. Die Kaffeerösterei bietet einen Baristakurs für alle, die schon immer mal wissen wollten, wie man richtig guten Kaffee macht. In der Touristeninformation kann man übrigens eine Führung durch die Rosenheimer Industriegeschichte und DINZLER Kaffeegenuss in der Kunstmühle buchen. Dabei geht es auch hinauf auf den Turm und zur Abrundung genießt man ein Menü mit einem Schuss Kaffee in jedem Gang.

Street Food Market Rosenheim – ein neues Highlight
An zwei Tagen im Sommer erobern auch andere kulinarische Genüsse die Rosenheimer Innenstadt. Am 3. und 4. Juni findet erstmals ein Street Food Market in Rosenheim statt. Zwischen Nikolauskirche und Mittertor warten von 11.00 bis 23.00 Uhr Schmankerl auf die Besucher, die die meisten so wohl noch nicht kennengelernt haben dürften. In den rund 30 „Food Trucks“ - umgebaute Transporter oder Kleinlaster - werden allerlei Speisen vor Ort frisch zubereitet. Zu schlemmen wird es typische Street Food-Leckereien geben, wie Pulled Pork, Pastrami, Arepas und Veggie Burritos in handlichen Probier-Portionen. Um die Veranstaltung abzurunden wird ein Rahmenprogramm mit Beteiligung der VHS, der Stadtbibliothek, der Sozialen Stadt und dem Städtischen Museum organisiert.

Rosenheimer Herbstfest – eine Stadt und ihre zehn Brauereien feiern
Die fünfte Jahreszeit wird in Südostbayern traditionell mit dem Rosenheimer Herbstfest gefeiert. Es ist das größte Volksfest der Region und findet in diesem Jahr vom 27. August bis 11. September 2016 statt – wie üblich auf der Rosenheimer Loretowiese. Fans nennen es „die sympathische Wiesn“, vielleicht weil es ein etwas bodenständigeres, aber nicht weniger zünftiges Volksfest ist. Geboten werden drei urige und riesige Festzelte, moderne Kirmes-Fahrgeschäfte, Live-Musik und Gastronomie. Es gibt natürlich Bier, eine zünftige Brotzeit, Hendl und Ochsn und im Proseccozelt Prosecco, Wild- und Knödelgerichte sowie Kaffee und Kuchen.

Traditionell eröffnet der amtierende Oberbürgermeister das Fest persönlich mit Zapfanstich nach einem feierlichen Trachtenzug vom Bahnhof in Rosenheim bis zum Festplatz. Neben der Wahl der Miss Herbstfest und einer Schnitzeljagd mit Biermarkenverlosung sollte man das Festzeltboxen und andere Sportwettkämpfe nicht verpassen. Am zweiten Donnerstag des Festes versetzt uns das wundervolle musikuntermalte Feuerwerk in Staunen und am zweiten Sonntag des Herbstfestes findet ein oft aufwendig gestalteter Erntedankumzug statt, der mit einem Frühschoppen auf dem Herbstfest ausklingt. Also raus mit dem schönen Gwand und auf zum Herbstfest!

Rosige Zeiten
Zu den beliebtesten Veranstaltungen im Oktober gehört „Rosige Zeiten in der City“. Wechselnde Themen entführen uns jedes Jahr in andere, zauberhafte Welten. In diesem Jahr laden am 7. Oktober 2016 das City-Management und zahlreiche Partner Rosenheimer und Gäste zum Staunen, zu vielen unterschiedlichen Kulturveranstaltungen, zu Musik, Tanz und zum Night-Shopping ein. Bei Open-Air-Modenschauen sehen wir, was in der Rosenheimer Modewelt gerade angesagt ist und holen uns Shopping-Inspiration. Das sind wahrhaft rosige Zeiten.

WEITERE INFOS ZU ROSENHEIM:

www.rosenheim.de
www.kuko.de
www.ro-city.de

Mittertor © VKR GmbH Mangfallpark ©Stadt Rosenheim Hofbräukomplex © VKR GmbH

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